Fake or Fact?

Check und Double-check! Foto: iStock_oatawa

So enttarnen Sie Fake News

Täglich scrollen wir durch unseren News-Feed, um die neusten Trends, Tipps und Nachrichten zu checken. Postings, die unsere Aufmerksamkeit besonders erregen, werden überdies kommentiert, geliked oder gar geteilt. Der Haken: Genau so kommen auch massenhaft Fake News in Umlauf.

Die Mischung aus Geschwindigkeit und Reichweite machen sie zu einem gefährlichen Instrument. Umso wichtiger ist es, Fake von Fakten unterscheiden zu können und im besten Fall die Nachrichtenkette zu unterbrechen. Aber woran erkennt man eine Falschinformation? Wir haben hilfreiche Tipps für Sie zusammengefasst.

Lügen haben schnelle Beine
An sich sind Falschmeldungen, um die Meinung der Bevölkerung zu beeinflussen, kein neues Phänomen. Aber durch das Internet und insbesondere Social Media verbreiten sich Fake News heutzutage wie ein Lauffeuer – ganz im Gegensatz zu richtigen Nachrichten. Mark Twain formulierte es so: „Eine Lüge ist bereits dreimal um die Erde gelaufen, bevor sich die Wahrheit die Schuhe anzieht.“ Heute haben wir dafür auch einen wissenschaftlichen Beweis. Denn laut einer Studie des MIT (Fluter berichtete darüber in einem Interview mit dem Politikwissenschaftler Giuliano da Empoli) sei die Verbreitung einer Falschinformation im Internet um 70 % wahrscheinlicher als die einer richtigen.

Bleiben Sie im Netz auf der Hut
Fake News sind darauf ausgelegt, unsere Aufmerksamkeit zu erregen. Doch sind wir erst in ihre Falle getappt, spielen uns die Algorithmen der Sozialen Medien zunehmend ähnlichen Content aus und unsere digitale Blase füllt sich langsam mit falschen Informationen. In der virtuellen Welt ist daher besondere Vorsicht geboten: Neben Populisten nutzen auch Cyber-Kriminelle Falschmeldungen, um ihre Werbeeinnahmen zu erhöhen oder an persönliche Daten der User zu gelangen. Im digitalen Zeitalter ist es aber gar nicht mehr so einfach, Fake von Fakten unterscheiden zu können.

#StopFakeNews
Während sich in der analogen Medienwelt seriöse Tageszeitungen, Klatschblätter und Boulevardzeitungen klar voneinander abgrenzen, sehen bei Instagram, Facebook und Co. alle Artikel gleich aus. Woher also wissen, wem man trauen kann und wem nicht? Diese vier Schritte helfen:

1. Hinterfragen Sie die Nachricht

  • Von wem kommt die Information?
  • Kennen Sie den Absender?
  • Welche Absicht hat der Absender (z. B. Geld durch Klicks verdienen, verunsichern oder beeinflussen)?
  • Warnzeichen sind: Reißerische Botschaften, anonyme Quellen, Verweis auf angebliche Fachleute, Verharmlosung, Panikmache oder Geheimtipps.

2. Prüfen Sie die Quelle

  • Steht die Information auch in der vermeintlichen Originalquelle (z. B. auf der Website)?
  • Gibt es ein Impressum?
  • Bestätigen andere seriöse Quellen die Information?

3. Checken Sie das Bild

  • Wo, wann und von wem wurde das Bild aufgenommen? Gibt es dazu Angaben?
  • Passt das Bild zum Beitrag?
  • Wer hat das Bild verschickt?
  • Finden Sie das Bild lediglich in diesem Kontext? Nutzen Sie dazu die umgekehrte Bildersuche bei Google.

4. Leiten Sie nicht alles weiter

  • Melden Sie stattdessen Fake News.
  • Fragen Sie auch im Bekanntenkreis nach der Quelle und klären Sie andere auf.

 

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